Heldengedenken 2006 / Teil 2

Nach unserem gestrigen Bericht über das Heldengedenken 2006, haben uns noch weitere Berichte aus den Verbänden erreicht. Hier nun die Berichte aus dem Rhein-Sieg-Kreis und aus Stolberg:


Rhein-Sieg-
Eklat bei Gedenkveranstaltung
Landrat Kühn: „Das ist meine Veranstaltung!

Anlässlich des Volkstrauertages führte auch in diesem Jahr der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge eine öffentliche zentrale Gedenkveranstaltung in Königswinter-Ittenbach durch. Seit Jahren nehmen auch die Nationaldemokraten an dieser Veranstaltung teil. Dabei legen sie, gemeinsam mit vielen anderen Organisationen und Kommunen, einen Kranz zu Ehren unserer gefallenen Soldaten der Kriege nieder.

Zufällig kamen diesmal die Kränze des Landrates, Frithjof Kühn, und der Nationaldemokraten noch vor der eigentlichen Veranstaltung nebeneinander zu liegen. Der Landrat, der wesentlich später als sein Kranz in Ittenbach eintraf, bemerkte dies, und wies unverzüglich einen Helfer an, um den Kranz der NPD entfernen zu lassen.

Nur durch unser sofortiges Eingreifen konnte dem grinsenden Erfüllungsgehilfen des Landrates der Kranz wieder entrissen werden und diesmal neben dem Kranz des Verbandes der Ritterkreuzträger niedergelegt werden, was letztlich wiederum einen durchaus positiven Ortswechsel darstellte. Auf Nachfrage an den Landrat, ob er diese unwürdige Vorgehensweise dem Ort und dem Anlass für angemessen halte, kam die schlichte und entlarvende Antwort: „Jawohl, das ist meine Veranstaltung!“ Weiterhin wurde versucht, die NPD-Vertreterinnen, die den Kranz trugen, vom Rest der Träger abzudrängen. Doch auch in diesem Fall ließ man sich nicht beirren und konnte damit eine würdevolle Kranzniederlegung gewährleisten.

Kurz drauf hielt Landrat Kühn eine Rede, in der er mehrfach die Notwendigkeit unterstrich, Toleranz gegenüber Andersdenkenden zu üben. Der ihm folgende Pfarrer Georg Kalckert ging sogar noch weiter, indem er anmahnte, auch seine Feinde zu lieben und ihnen Gutes zu tun, was von Herrn Kühn entgegen seiner eben noch praktizierten Intoleranz mit einem verständnisvollen Nicken quittiert wurde.

In der Realität machen jedoch die parteipolitischen Präferenzen des Landrates nicht mal mehr vor der Ehrerbietung gegenüber unseren gefallenen Soldaten Halt und einmal mehr werden die Rechte Andersdenkender so weit als möglich beschnitten. Dazu passt es auch, dass Mitglieder des NPD-Kreisvorstandes vor Betreten der Kriegsgräberstätte durch die Polizei grundlos aufgehalten und kontrolliert wurden. Zusätzlich waren am Ort des Geschehens Beamte des Staatsschutzes zugegen, die das gesamte Geschehen beobachteten.

Wir Nationaldemokraten werden uns jedoch nicht provozieren lassen. Wir werden weiter in stillem Gedenken zu unseren Gefallenen stehen. Die positiven Reaktionen anwesender Bürger stärken uns dabei den Rücken.

NPD-Rhein/Sieg

www.npd-rhein-sieg.de

Stolberg- Die Stolberger NPD-Fraktion nahm am gestrigen Sonntag wie jedes Jahr in Begleitung ihrer sachkundigen Bürger und einiger weiterer Gäste an der Gedenkveranstaltung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Ehrenmal auf dem Friedhof Bergstraße teil.

Bereits eine Stunde vorher wurden durch die 16 Kameraden einige Grabsteine auf dem Soldatenfriedhof gereinigt und mit dem mitgebrachten Grableuchten versehen. Pünktlich um 12.15 Uhr begann die Veranstaltung, umrahmt durch den Musikzug der freiwilligen Feuerwehr und den Männergesangsverein Büsbach, die Hauptrede hielt natürlich wieder der Stolberger Bürgermeister Ferdinand Gatzweiler, der sich im „Stolberger Bündnis gegen Extremismus“ stark engagiert und sich dem Kampf gegen die 3 nationalen Ratsmitglieder in der Kupferstadt verschrieben hat.

Selbstredend versuchte das Stadtoberhaupt auch dieses Mal wieder, eine Gedenkveranstaltung zu politischen Zwecken zu mißbrauchen. Er forderte die anwesenden Bürger (neben der NPD-Delegation, der Feuerwehr und den Sebastianusschützen waren noch ca. 20 Stolberger Bürger erschienen, davon höchstens 5 Ratsmitglieder) auf, sich aktiv für die Demokratie und im Bündnis gegen Extremismus zu engagieren. Es folgte das übliche Betroffenheitsgejaule über die „rechte Gefahr“ in Stolberg. Was dies letztendlich mit dem eigentlichen Gedanken des Volkstrauertages zu tun hat, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Dann bedankte der Bürgermeister sich ausdrücklich beim „Blauen Bund“ für die Herrichtung des Friedhofes, was keinen Widerspruch hervorrief, schließlich können die Nationalen in Stolberg darauf verzichten, daß sich ein solcher Bürgermeister bei Ihnen bedankt. Mit der dritten Strophe des Deutschlandliedes wurde die Veranstaltung beendet, auch hier verzichteten wir gerne auf die anderen beiden, bei uns üblichen Strophen. Schließlich sollte man mit bestimmten Personen am besten gar nicht gemeinsam singen.

Trotz aller Anfeindungen werden wir es uns auch im kommenden Jahr nicht nehmen lassen, auf dieser Veranstaltung des Volksbundes Präsenz zu zeigen und unseren Toten die ihnen gebührende Ehre zu erweisen.

Sollte dem Volksbund dieses Mißverhältnis zwischen Totengedenken und politischer Propagandaveranstaltung wider Erwarten einmal bewußt werden, kann die NPD sicherlich mit einem dem Anlaß gemäßen Redner aushelfen.

NPD-Stolberg (Aachen)

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