Politische Inquisition in Rheine

Rheine- In der westfälischen Stadt Rheine ereignete sich in diesen Tagen ein besonders  anschaulicher Akt  „demokratischer“ Handlungsweisen.

Mit einer besonders „demokratischen“ Aktion, welche sich für Beobachter eher wie eine BRD-Neuauflage der Inquisition darstellt, wurden die leitenden Mitarbeiter eines Jugendzentrums unter Druck gesetzt. Es wurde die Drohung ausgesprochen, daß Jugendzentrum „HOT – Alte Dame“ in Mesum schließen zu lassen, falls eine dort arbeitende NPD-Aktivistin weiterhin beschäftigt würde.

In hündischem Gehorsam kamen die Mitarbeiter der Jugendhilfe der Aufforderung der Gesinnungswächter nach und kündigten der Aktivistin, Iris Niemeyer, fristlos.

Iris Niemeyer hat im Bereich der Jugendhilfe herausragende Dienste geleistet und ist ihrer Neutralitätspflicht stets nachgekommen. Durch ihr aktives Engagement konnte sie die Nachmittagsbetreuung vor Ort qualitativ verbessern. Die Eltern haben dieses Angebot verstärkt in Anspruch genommen und für eine gute Reputation des Jugendhauses in der Mesumer Bevölkerung gesorgt. Nie gab es einen Grund für irgendwelche Beanstandungen.

Der NPD-Landesgeschäftsführer, Claus Cremer, sagte zu den Vorgängen:

Hier hat sich eindrucksvoll gezeigt, wie weit selbsternannte „Demokraten“ gehen, um politisch mißliebige Meinungen zu unterdrücken. Das Wohl der Kinder wurde geopfert, um der „politischen Korrektheit“ Vorschub zu leisten. Die Nachmittagsbetreuung der Kinder, in der Iris Niemeyer tätig war, muß nun bis auf weiteres eingestellt werden. Die NPD wird solche Dinge natürlich nicht stillschweigend hinnehmen. Wie uns der örtliche Kreisverband berichtete, wird die Partei nun verstärkt vor Ort in Erscheinung treten und durch eine Flugblattaktion auf die unglaublichen Vorkommnisse aufmerksam machen. Da der Kameradin Niemeyer keinerlei Verfehlungen in Bezug auf ihre Arbeit nachgewiesen werden können, wurde zudem ein Rechtsanwalt beauftragt, die Sache auch juristisch zu begleiten. Eine entsprechende Klageschrift ist bereits bei Gericht.

Um auch Iris Niemeyer in der Angelegenheit zu Wort kommen zu lassen (etwas, was in den örtlichen Systemmedien selbstverständlich nicht getan wurde), veröffentlichen wir nun ihre Stellungnahme:



Stellungnahme von Iris Niemeyer:

„Die Verfolgung und Ausgrenzung national eingestellter Frauen im sozialen Bereich

Ich bin Diplom-Sozialarbeiterin und Diplom-Sozialpädagogin und leitete seit April dieses Jahres den Kinderbereich eines etablierten, kommunalen Jugendzentrums, namens HOT „Alte Dame“ in Rheine.
Täglich betreute ich bis zu zwanzig Kinder verschiedenster Herkunft. Unter den zumeist deutschen Kindern zwischen 7 und 13 Jahren waren auch Deutsch-Russen und Araber. Das Ziel meiner Arbeit war und ist es, Kinder in ihrer Persönlichkeit dies bezüglich zu stärken, dass sie zu eigenverantwortlichen und selbstbewussten Wesen heranreifen, die in der Lage sind ihr Leben und das der Gesellschaft zu gestalten.

Meine pädagogische Arbeit erhielt vollste Anerkennung von Seiten meines Chefs, meiner Arbeitskollegen und der Eltern. Ich sorgte binnen weniger Wochen dafür, daß sich die Anzahl der Kinder verdoppelte. Sogar die lokale Presse berichtete über meine Arbeit.
Alles schien gut!

Am 28.09.2007 wurde ich, ohne nähere Angabe von Gründen zu einem Gespräch ins Jugendzentrum gebeten. Mein ehemaliger Chef und drei Arbeitskollegen empfingen mich. Es herrschte eine gedrückte und kalte Stimmung. Als ich mich setzte, wurde mir eine Kopie vorgelegt, auf der ich zum einen auf einer Braunschweiger Demo zu sehen bin und zum anderen am Stand des RNF stehe.  Mir wurde mitgeteilt, daß ein Informant am selben Tage ins Haus gekommen sei und mitteilte, daß ich aktives Mitglied der NPD sei.

Meine politische Haltung war meinen Kollegen nicht bewusst, ich hielt die Offenbarung meiner Einstellung auch nicht für notwendig, denn Ziel meiner pädagogischen Arbeit war und ist es nicht, Kinder zu infiltrieren, um aus ihnen kleine „Nazis“ zu formen. Innerhalb der pädagogischen Arbeit gilt ein Neutralitätsgebot, welchem ich auch stets nachkam.

Meine ehemaligen Arbeitskollegen malträtierten mich mit unsachlichen Äußerungen über die NS-Zeit, den Ausländerhass und die Verherrlichung von Gewalt. All das sei Programm der NPD und ich würde diese Ansichten teilen. Ich sei nicht tragbar für das Haus und überhaupt im Bereich der sozialen Arbeit nicht einsetzbar. Ich wurde fristlos gekündigt und erhielt Hausverbot. Mir wurde mitgeteilt, daß die Stadt Rheine, das Jugendamt und der Jugendhilfeausschuß informiert seien und das Haus den Druck erhielt, daß entweder ich zu gehen habe oder die Institution geschlossen würde. Da meine Kollegen Angst um ihren Broterwerb hatten und der Druck wohl enorm war (ist), entschieden sie sich gegen mich. Das Gespräch oder wohl eher das Verhör war derbe und immer wenn ich mich zu erklären versuchte und unsere Politik vertrat, wurde mir der Mund verboten. Man teilte mir mit, daß ich keinen Fuß mehr innerhalb des sozialen Bereiches an den Boden bekäme. Meine pädagogische Arbeit wurde jedoch erneut gelobt.

Ich bin wütend, traurig und irritiert, habe ich meine Arbeit doch mit höchsten Idealen ausgestattet und vollzogen. Ich setzte mich sogar dafür ein, dass die muslimischen Kinder in meinem Kinderbereich kein Schwein sondern Geflügel zu essen bekamen. Ich diskriminiere und diskreditiere keine Menschen solange sie mir auch nichts tun.

Die Wertschätzung meiner pädagogischen Arbeit und meiner Person wandelten sich plötzlich in Abwertung, Stigmatisierung und Hass.
Meine ehemaligen Kollegen kennen die Defizite und den Verfall unseres Sozialsystems und trotzdem erklären sie sich damit konform. Sie haben Angst um ihren Broterwerb, sie haben Angst um ihren guten Ruf, diese Gutmenschen. Ich habe lange nicht eine solche Diskriminierung, eine solch faschistoide Haltung zu spüren bekommen, aber ich ließ und lasse mich nicht unterkriegen.
Mir wurde nahe gelegt, dass ich mich rein waschen könne, indem ich mich bekenne und öffentlich zu meinem Fehldenken stehe.

Doch ich bin stolz und ich bin kühn und ein gesunder Stolz ist das Selbstbewusstsein der Freien. Daher entschied ich mich mit meinem Erlebnis an die Öffentlichkeit zu gehen und die Angelegenheit in juristische Hände zu übergeben.

Ich möchte der Bevölkerung aufzeigen, dass es nicht die national eingestellten Menschen sind, die diskriminierend und ausgrenzend vorgehen, sondern der Teil der Bevölkerung, der sich als demokratisch deklariert.

Beachtlich ist in diesem Zusammenhang wieder einmal das Vorgehen der Presse. Kommunale Blätter unterstützen das Vorgehen der Stadt Rheine und des Katholischen Jugendwerkes und behaupten, daß national Gesinnte den Versuch der Infiltration unternehmen.


Einen herzlichen Gruß
Iris Niemeyer „



Wer dem Jugendzentrum bzw. den leitenden Mitarbeitern seine Meinung zu den Vorkommnissen mitteilen möchte, kann dies unter den folgenden Kontaktmöglichkeiten machen:

Kinder- und Jugendzentrum HOT „ALTE DAME“

Ansprechpartner:
Julia Geringer, Marita Wolff, Uli Hermeling, Matthias Fischer

Veenstr.5

48432 Rheine
Tel: 05975 – 93355
Fax: 05975 – 93377

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